Sergej Donatowitsch Dowlatow
(03.09.1941 - 24.08.1990)

Er ist einer von den größten Erzählern der russischen Literatur.

Dowlatow


Twardowski, Solshenizyn, Trifonow, Strugatzki, Wen. Jerofejew, Brodski, Dowlatow - das ist die kurze Liste der Schriftsteller, denen die umfangreichen Artikel im Kapitel "Russische Literatur der zweiten XX. Jahrhunderthälfte" eines bedeutenden Nachschlagewerks dediziert sind. (Viele anderen haben lediglich nur eine Erwähnung in der Übersicht verdient.) Ich glaube, dass die Liste (fast) richtig ist. Jedenfalls, steht Dowlatow rechtens darin.

Man sagt, die Welt, die Dowlatow beschrieben hat, geht gerade dahin. Bedeutet das etwa, dass die nächste Generation Dowlatow nicht versteht? Wie verstehen denn die Amerikaner Dowlatow? (In "New-Yorker" veröffentlicht zu werden - das ist was Wert.) Sie kennen doch diese Welt nicht.

Dowlatow wird, meiner Meinung nach, nicht nur auf der Schriftstellerliste bleiben, er wird gelesen und gern gelesen werden. (Denken Sie an Ilf und Petrow - ihre Zeit ist ja auch Vergangenheit. Ihre Bücher sind aber nach wie vor beliebt.)

Wieder und wieder lese ich gern seine Erzählungen. Sein Sinn für Humor zusammen mit seinem unverwechselbaren Stil, schießlich seine feine Ironie (Selbstironie), das ist was ihn zu meinem Lieblingsautor macht.



Es gibt schon einige Dowlatow-Ressourcen im Internet.
Ich erlaube mir aber meine Version der Dowlatow-Seiten anzubieten.

Mein Ziel ist es mehrsprachige Seiten über Dowlatow anzubieten um eine Übersicht und Gegenüberstellung zu erreichen.

Dowlatows Sprache, seine geschliffene lakonische Sätze lassen sich leichter übersetzen.

Sein besonderer Rhythmus aber, der einzigartiges Gefühl der Realität schaft, findet nicht immer adäquate Widerspiegelung in der anderen Sprache.

Bedaurlicherweise gibt es kaum online verfügbaren Übersetzungen seiner Werke.

1999 - 2012   •      Aktualisiert am 04.06.2012